Der gefährlichste Part zu Beginn

Windschief stand er da. Durch ständiges Wassereindringen litt der Lastenaufzug zusehends. Über die Jahrzehnte wurde immer wieder Hand angelegt, um das zu vermeiden, was nicht zu vermeiden war – ein Baufehler. Der Abbau ging gut voran, doch durfte nichts über den Zaun gebrochen werden, da die Holzkonstruktion nur noch im System hielt und drohte im Ganzen durch die Stalldecke nach innen zu stürzen. Mit seinem Auslieger von 1,5 Metern war ein Arbeiten in unangenehmer Höhe somit nicht zu vermeiden. Bei den letzten Schritten des Abtragens ist der Balken, der die eigentlichen Lasten aufnahm freigelegt worden, und die Vermutung einer nachträglichen Installierung wurde bestätigt. In großen Zahlen stand mit Bleistift 1906 geschrieben (das Erbauungsjahr des Aufzugs). 7 Jahre nach Stallbau (1899) wurde das Gebäude um diese technische Konstruktion ergänzt. Doch leider wurde die Idee der Umsetzung nicht zu Ende gedacht, wodurch sie 111 Jahre den Wetterwidrigkeiten ausgesetzt war und immer wieder ausgebessert werden musste. Nun wird der Lastenaufzug nicht nur wiederhergestellt, sondern auch verbessert. Der Aufzug wird künftig bis zum Dachfirst weitergeführt, um der Gefahr einer Kehlung und die eines Wassereinbruchs zu verhindern. Auf das der neue/ alte Lastenaufzug diesmal länger als 111 Jahre hält.

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